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29. August 2017

Wissenschaftliche Hilfskraft (HiWi) für die Untersuchung von Kommunikationssystemen einer verteilten, serviceorientierten Architektur

Hintergrund:

Vollständig vernetzte, in Echtzeit kommunizierende Automatisierungssysteme, bestehend aus intelligenten Automatisierungskomponenten – diese Vision wird im Zeitalter von Digitalisierung und Industrie 4.0 immer realistischer. Durch die Miniaturisierung der Elektronik können heute auf engstem Bauraum Steuerung, Aktorik und Sensorik in die Komponenten integriert werden. Die eingebettete Software macht solche Komponenten zu intelligenten, kommunikativen Modulen. Diese bieten eigene Fähigkeiten (Skills) in Form von herstellerübergreifend standardisierten Automatisierungsfunktionen an.

Heutige industrielle Kommunikationssysteme erfüllen zwar anspruchsvolle Echtzeitanforderungen, sind für die Verwendung in serviceorientierten, Skill-basierten Ansätzen aber nicht geeignet, da die heutigen Protokolle nicht auf diese Art von Kommunikation ausgerichtet sind. Diese Ansätze werden am ISW im Projekt DEVEKOS untersucht. Ziel dieses Projektes ist es echtzeitfähige Kommunikationslösungen als Basis für eine Skill-basierte Kommunikation zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Analysen sollen in geeignete Protokolle, Informationsmodelle und Standards eingearbeitet werden.

Ihre Aufgaben:

Es sollen im Rahmen dieses Projekts der Stand der Technik, die Analyse, Bewertung und Auswahl bestehender Kommunikationssysteme wie Feldbusse und Industrial-Ethernet-Lösungen (z. B. EtherCAT oder PROFINET) ermittelt werden. Auch neuartige Kommunikationsansätze wie Time Sensitive Networking (TSN) oder (echtzeitfähiges) OPC-UA für eine zuverlässige Kommunikation in verteilten, serviceorientierten Architekturen sollen dabei betrachtet werden. Wichtig hierbei ist eine Industrie 4.0 kompatible Umsetzung, wie sie aktuell in Gremien wie der Plattform Industrie 4.0 und des ZVEI erarbeitet werden (Stichworte: Verwaltungsschale und Kommunikationsgrammatik).

Weitere parallel im Projekt laufende Tätigkeiten sind zum einen die Konzeptausarbeitung für einen durchgängigen netzwerkübergreifenden Aufruf von Skills und zum anderen die Entwicklung eines Konzepts zur einfachen Integration von Fremd- bzw. Drittherstellerkomponenten (z. B. Steuerungen). Zentrale Themen hierbei sind Fehlermanagement, Vertraulichkeit, Authentifizierung und Security. Die Ergebnisevaluierung wird durch eine prototypische Konzeptumsetzung realisiert.
    
Wir bieten Ihnen:

  • Mitarbeit an einem aktuellen Forschungsthema und Bezug zur Anwendung
  • Vertiefung der softwaretechnischen Kompetenzen und Programmierkenntnisse
  • Kompetente Anleitung
  • Flexible Arbeitszeiten (30-40 Std./Monat)
  • Freundliches Arbeitsklima
  • Teilnahme an ISW-internen Veranstaltungen
  • Möglichkeit auf studentische Arbeiten bzw. Praktikum im Anschluss
  • Gute berufliche Perspektiven im Maschinen- und Anlagenbau durch gefragte Spezialkenntnisse


Ihr Profil:

  • Kenntnisse in der Antriebstechnik
  • Programmierkenntnisse
  • selbständiges Arbeiten
  • Engagement und Eigeninitiative
  • Erfahrung mit Kommunikationstechnik
  • Laufendes Hauptstudium an der Universität Stuttgart
  • Studienrichtungen: Mechatronik, Technische Kybernetik, Automatisierungstechnik, Softwaretechnik, Maschinenbau o.ä.

Ansprechpartner/weitere Informationen:

Mihai Drăgan

Die Universität Stuttgart möchte den Anteil der Frauen erhöhen. Frauen werden deshalb ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert. Vollzeitstellen sind grundsätzlich teilbar. Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung vorrangig eingestellt. Die Einstellung erfolgt durch die Zentrale Verwaltung.