Mehrfrequenz-Thixo

Neuartiges Messverfahren für die Prozesssteuerung Induktiver Erwärmungsvorgänge von Metallen in den Teilflüssigen Bereich

Projektförderung

Hintergrund

Das Umformen von Metalllegierungen im teilflüssigen Bereich ist ein Umformverfahren mit Vorteilen für die Formbarkeit und Materialeigenschaften. Das Verfahren stellt jedoch hohe Anforderungen an die Regelbarkeit des Erwärmungsprozesses, die bislang nur unzureichend gelöst wurden. Am ISW wurde daher im Rahmen vorangegangener Forschungsarbeiten ein innovatives Messverfahren entwickelt, welches sich die Eigenschaften der beim Erwärmen üblicherweise verwendeten Induktionserwärmung zu Nutze macht. Das Verfahren nutzt den Strom durch den Induktor und ermittelt daraus einen Kennwert für das Verhältnis zwischen flüssigen und festem Anteil im Werkstück. Dieses ist für ein optimales Umformergebnis entscheidend. Das Messverfahren wurde für Aluminiumlegierungen erprobt und zum Patent angemeldet.

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Wirbelstromdichte innerhalb des induktiv erwärmten Metallbolzens

Problemstellung

Das Verfahren wurde bislang nur für feste Frequenzen erprobt. Durch eine Variation der Anregungsfrequenz lässt sich der Messbereich des Verfahrens variieren um bessere Aussagen über die Homogenität der Erwärmung zu erhalten.

Zielsetzung/Ergebnisse

Das Verfahren soll so angepasst werden, dass sich aus einer automatischen Variation der Anregungsfrequenz ein Bild über den Erwärmungszustand der Werkstücks über den Querschnitt ergibt.

Ihr Ansprechpartner

Dieses Bild zeigt Uphoff
M.Sc.

Johann Uphoff

Wissenschaftlicher Mitarbeiter "Echtzeitkommunikation und Steuerungshardware"