Thema

Titel: Entwicklung eines Tools zum Abgleich von Werkstückparametern in mehrstufigen Produktionssystemen
Typ:
  • Bachelorarbeit
  • Studienarbeit
  • Masterarbeit
Betreuer:
Status: offen

Hintergrund

Die Produktqualität und der damit verbundene Ressourceneinsatz sind wichtige strategische Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Fertigungsindustrie, um auf dem globalen Markt bestehen zu können. Allerdings basieren viele Methoden zur Qualitätssicherung auf statischen Systemen wie Six-Sigma. Dieser Ansatz wird jedoch den dynamisch verändernden Rahmenbedingungen heutiger flexibler Produktionssysteme nicht mehr ausreichend gerecht. Kontinuierlich steigende Anforderungen in Form von speziellen Kundenwünschen, Nachhaltigkeit und hohem Kostendruck erfordern die Implementierung innovativer Ansätze. In diesem Zusammenhang werden im Rahmen des EU-Projekts ForZDM, Methodiken und Strategien entwickelt, um mehrstufige Produktionssysteme zu optimieren. Ziel ist es eine Null-Fehler Fertigung zu realisieren.

Problemstellung

Eines der zu entwickelnden Module dient dazu, mögliche Maßabweichungen der zu fertigenden Bauteile entlang der gesamten Prozesskette auszuwerten. Auf Basis der identifizierten Abweichungen sollen Strategien abgeleitet werden, um die Prozessparameter anzupassen und dadurch die Fehlerentstehung zu vermeiden. Bereits gefertigte fehlerbehaftete Bauteile sollen durch Kompensationsmaßnahmen in nachgeschalteten Produktionsschritten korrigiert werden, um den Ausschuss zu reduzieren.

Aufgabe

In dieser Arbeit soll daher eine Anwendung entwickelt werden, die es ermöglicht, die Soll-Geometrien auf Grundlage von CAD-Dateien und Zeichnungsdaten einzulesen und zu verarbeiten. Anschließend sollen die Messdaten der realen Bauteile mit den Soll-Werten verglichen werden. Dabei müssen Toleranzen und etwaige Messungenauigkeiten beachtet werden. Das System soll in Form eines Programms mit grafischer Benutzeroberfläche realisiert werden, um eine benutzerfreundliche Bedienung zu ermöglichen. Definierte Schnittstellen sollen eine Anbindung an nachgeschaltete Systeme ermöglichen, um beispielsweise aus den berechneten Abweichungen Folgemaßnahmen ableiten zu können. Die entwickelte Methodik soll abschließend in der Produktion der Industriepartner implementiert und validiert werden. Bei den Industriepartnern handelt es sich um Technologieführer im Bereich der Fertigung von Triebwerkswellen und Eisenbahnachsen.

Anforderung

  • Eigenständige und kreative Arbeitsweise
  • Strukturiertes Denken

Kenntnisgewinn

  • Einblicke und Wissensaufbau im Bereich der Optimierung mehrstufiger Produktionssysteme
  • Mitarbeit in einem EU-Projekt
  • Wissenschaftliches Arbeiten