UniFlow

Entwicklung eines softwarebasierten Verfahrens zur kombinierten kinematisch-dynamischen Materialfluss-Simulation



Projekt-/Förderungsträger



Projektpartner

ISW: Dynamik Simulation

ISG: Kinematik Simulation



Kurzbeschreibung/Abstract

Die Materialfluss-Simulation (MFS) dient der Modellierung der Materialbewegung in logistischen Systemen in Raum und Zeit und wird zur Leistungsmessung und Optimierung eingesetzt, beispielsweise bei Produktions- und Montageprozessen, in Lagern, Förderanlagen und Distributionszentren. MFS-Verfahren werden bei der Planung und Auslegung von Produktions- und Logistikanlagen, in der Realisierungsphase z. B. zur Entwicklung von Anlagesteuerungen, im laufenden Betrieb zur Planung und Optimierung und im Zusammenhang mit Modernisierungsmaßnahmen oder Umrüstungen entsprechender Anlagen eingesetzt.

In der derzeitigen Praxis ist es zwar grundsätzlich möglich, Materialfluss-Simulationen in zwei getrennten Schritten durchzuführen (zunächst basierend auf einem kinematischen, anschließend für kleine Teilprobleme basierend auf einem dynamischen Modell). Dieses Vorgehen beseitigt die beschriebenen Nachteile aber nicht grundsätzlich und stellt lediglich einen wenig effektiven Kompromiss dar. Die zu untersuchenden Materialflussapplikationen müssen doppelt modelliert werden, oft in unterschiedlichen Softwareprogrammen. Da bei der dynamischen Materialfluss-Simulation nur ein Ausschnitt der MF-Applikation betrachtet werden kann, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Konsistenz zu der gesamten Materialflussapplikationen durch die Approximation der Randgebiete im dynamischen Modell verloren geht. Daher besteht ein großes Interesse an einem MFS-Verfahren, das die Vorteile beider Prinzipien vereint und zugleich ihre jeweiligen Nachteile eliminiert. An dieser Stelle setzt das beschriebene FuE-Projekt an.