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Selbststabilisierende und -optimierende Produktionsregelung (SFB 467 TP A2)

Projekttitel

SFB 467, Teilprojekt A2: Selbststabilisierende und -optimierende Produktionsregelung

Förderungsträger

Laufzeit

Projektpartner

Deutsche Forschungsgemeinschaft (ExternalDFG)

1997 – 2005

ExternalISW Uni Stuttgart

Thematische Stichwörter

Produktionsregelung

Kurzbeschreibung/Abstract

Zur Beherrschung von Unternehmens-, insbesondere von Produktionsprozessen gewinnen systemisches Denken und deren Anwendung auf eine umfassende Struktur- und Prozessgestaltung zunehmend an Bedeutung. Eine klassische Produktionssteuerung ist immer weniger in der Lage, der Dynamik und der Vielzahl sich ständig verändernder Umweltbedingungen gerecht zu werden und wettbewerbsrelevante Vorteile zu schaffen. Stabilität und Anpassungsfähigkeit sind bestimmende Anforderungen für künftige, wandlungsfähige Produktionssysteme.
Im Teilprojekt A2 werden methodische Grundlagen zur Modellierung, Regelung und stabilitätsorientierten Gestaltung komplexer und wandlungsfähiger Produktionsprozesse erarbeitet. Dazu werden geeignete regelungstechnische Verfahren der Modellbildung, Systemanalyse und Stabilitätsbeurteilung entwickelt und evaluiert.
Erste Ansätze zur regelungstechnischen Modellierung einzelner Maschinen in ihrer Funktion als Kapazitätseinheiten in Produktionsanlagen bestehen. Darauf aufbauend sollen verschiedene, mehrstufige Produktionssysteme der variantenreichen Serienproduktion untersucht sowie die wichtigsten Systemgrößen und ihre Dynamik ermittelt und analysiert werden. Ziel ist es, regelungstechnische Modelle zu entwickeln, die die dynamischen Zusammenhänge der realen Produktionsdaten von Leistungseinheiten (z.B. Bestände und Durchlaufzeiten) zuverlässig abbilden.
Die mit diesen Modellen möglichen Aussagen zur Systemstabilität sind wichtige Voraussetzung für Anpassungen wandlungsfähiger Produktionssysteme an geänderte Auftragsspektren oder neue Zielvorgaben. Zudem eröffnet die mit den Modellen mögliche Simulation von Produktionsanlagen neue Potentiale für die Entscheidungsunterstützung beim Wandel dieser Anlagen im turbulenten Umfeld. Das durch die systemtheoretischen Untersuchungen gewonnene Detailwissen zu Produktionsanlagen ermöglicht neue Konzepte der Produktionsregelung, um Prozesse hinsichtlich der Kenngrößen zielgerichtet zu optimieren.

Weiterführende Informationen

Ansprechpartner

  • Dipl.-Ing. Christian Kircher